Ein internationales Team von Astronomen hat mithilfe tiefgehender Aufnahmen schwaches Licht junger Sterne weit jenseits der bisher bekannten Grenze der Spiralgalaxie Messier 74 nachgewiesen. Die Sterne befinden sich in einem diffusen Halo, der die sichtbare Scheibe deutlich überragt.
Bisherige Messungen gingen von einem Durchmesser von etwa 30.000 Lichtjahren aus. Die neuen Daten zeigen, dass das sternhaltige Material sich bis zu rund 60.000 Lichtjahrem erstreckt, wodurch sich die Größe der Galaxie nahezu verdoppelt.
Die Entdeckung zeigt, dass die äußeren Regionen von Spiralgalaxien oft mehr Sternbildung enthalten als bisher gedacht. Dies könnte Einfluss auf Modelle der Galaxienentwicklung und auf die Schätzung von Dunkelmateriehalos haben.
Die Studie wurde am 4. September in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht. Weitere Beobachtungen mit leistungsfähigeren Teleskopen sollen die genaue Ausdehnung und das Alter der jungen Sternepopulation bestimmen.