Neue Beobachtungen mit Hubble
Ein Team unter Leitung der University of Utah hat mit dem Weltraumteleskop Hubble eine umfangreiche Beobachtungskampagne gestartet, die das Licht von Sternen in Galaxien erfassen soll, die nur wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden sind. Dabei wurden Spektren und Helligkeiten von Tausenden einzelner Sterne aufgezeichnet, um deren Masse, Alter und chemische Zusammensetzung zu bestimmen.
Die ersten Auswertungen zeigen, dass die massereichen Sterne in diesen frühen Systemen deutlich anders sind als jene in der heutigen Milchstraße. Sie erscheinen heißer, heller und besitzen eine andere Verteilung an Elementen wie Kohlenstoff, Sauerstoff und Eisen. Diese Unterschiede könnten erklären, warum frühe Galaxien ungewöhnlich hohe Sternbildungsraten und ungewöhnliche Lichtprofile aufweisen.
Bedeutung für die Galaxienentwicklung
Die gesammelten Daten bilden derzeit den größten zusammenhängenden Datensatz zu Sternen in frühen Galaxien. Forscher hoffen, dass die detaillierten Astrophysik‑Messungen es ermöglichen, Modelle der Sternentwicklung und des chemischen Anreicherungsprozesses zu verfeinern. Dadurch könnte ein besseres Verständnis dafür entstehen, wie die ersten Sterne das Licht ihrer Galaxien geprägt und den Weg für spätere Generationen von Sternen und Planeten geebnet haben.
Das Projekt nutzt vor allem die Fähigkeit von Hubble, im ultravioletten und sichtbaren Lichtbereich hohe Auflösung zu erreichen. Ergänzende Beobachtungen mit anderen Observatorien sind geplant, um das Bild vollständig zu machen.