Quasare zählen zu den energiereichsten Objekten im Universum und werden von supermassiven Schwarzen Löchern in den Kernen ferner Galaxien angetrieben. Obwohl sie am Himmel oft als nahe beieinander liegende Punkte erscheinen, ist ihre tatsächliche räumliche Trennung schwer zu bestimmen.
Ein Team um Astrophysiker an der University of Alberta hat nun ein Verfahren vorgestellt, das die Spektrallinien von Quasarpaaren kombiniert, um deren gegenseitige Entfernung mit höherer Präzision zu berechnen. Dabei werden sowohl die Rotverschiebung als auch die charakteristischen Emissionslinien genutzt.
Die Methode beruht auf dem Vergleich der beobachteten Frequenzen bestimmter Ionisierungslinien, die von der umgebenden Gaswolke abhängen. Durch Modellierung dieser Linien kann die Lichtlaufzeit zwischen den beiden Objekten abgeschätzt werden, was letztlich zur Entfernungsangabe führt.
Erste Tests an simulierten Daten zeigen, dass die Unsicherheit gegenüber herkömmlichen Ansätzen um bis zu 40 Prozent reduziert werden kann. Die Wissenschaftler hoffen, dass die Technik künftig bei großen Survey‑Projekten eingesetzt wird, um die großräumige Struktur des Kosmos besser zu kartieren.