Der Mars-Rover Perseverance untersuchte seit seiner Landung im Jezero-Krater die sedimentären Ablagerungen am Kraterrand, um die geologische Geschichte des Gebiets zu entschlüsseln. Dabei konzentrierte sich das Wissenschaftsteam auf die sogenannte Margin Unit, eine charakteristische Schicht, deren Entstehung bisher rätselhaft blieb.
Die neue Analyse der von Perseverance gesammelten Bild- und Spektrometriedaten legt nahe, dass die Margin Unit nicht aus einem einzigen Ereignis resultiert, sondern aus einer Abfolge verschiedener Wasserprozesse. Wechselnde Phasen von stehenden Seen, schwankenden Grundwasserständen und gelegentlichen hydrothermalen Ausflüssen haben die Schicht schichtweise aufgebaut.
Diese Abfolge deutet darauf hin, dass das Klima im frühen Jezero stark schwankte, mit Perioden von ausreichendem Oberflächenwasser gefolgt von trockeneren Phasen, in denen unterirdisches Wasser dominierte. Hydrothermale Aktivitäten könnten dabei lokale Wärme- und Energiequellen geboten haben, die chemische Reaktionen ermöglichten.
Für die Astrobiologie sind solche Bedingungen besonders interessant, denn flüssiges Wasser sowie chemische Energie gelten als grundlegende Voraussetzungen für das Auftreten von Leben. Die entdeckten Umgebungen könnten daher geeignete Plätze sein, um nach möglichen biosignaturhaften Spuren zu suchen.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung des Jezero-Kraters als Ziel für die Mars-Probenrückführung und zeigen, wie die Kombination aus orbitalen Beobachtungen und bodennahen Messungen durch Rover wie Perseverance unser Verständnis der marsianischen Wassergeschichte verfeinert.