Venus und ihr fehlender Mond
Seit Jahrzehnten rätseln Forschende darüber, warum der Schwesterplanet der Erde keinen natürlichen Satelliten besitzt, obwohl er in Größe, Masse und innerem Aufbau sehr ähnlich ist.
Eine aktuelle Studie der University of California, Riverside legt nahe, dass Venus einst einen Mond gehabt haben könnte, der später durch starke Gezeitenwechselwirkungen zerstört oder in den Planeten eingezogen wurde.
Die Simulationen zeigen, dass ein nahe vorbeiziehender Mond bei ausreichender Nähe von Venus’ Gravitation erfasst und anschließend durch Gezeitenkräfte auseinandergerissen werden könnte, wobei das Material entweder auf die Oberfläche fällt oder im Inneren verbleibt.
Diese Ergebnisse bieten eine plausible Erklärung für den Mondverlust und tragen dazu bei, die divergenten Entwicklungswege von Erde und Venus besser zu verstehen.