Webb-Teleskop enthüllt versteckte Sterne im Nebel NGC 7129
Das James Webb Weltraumteleskop hat eine detaillierte Infrarotaufnahme von NGC 7129 geliefert, einem Sternentstehungsgebiet etwa 3.300 Lichtjahre von der Erde entfernt. Durch die Fähigkeit, kalte Staubwolken zu durchdringen, konnten bisher verdeckte Objekte sichtbar werden.
Im Bild zeigen sich zahlreiche Punkte von Licht, die zuvor als dunkle Regionen erschienen. Dabei handelt es sich um junge Protosterne und frisch entzündete Sterne, deren Strahlung begonnen hat, Hohlräume im umliegenden Gas zu formen.
Die Umgebung des Nebels ist reich an molekularem Material, das als Baustein für Planeten dient. Aus einigen der jungen Sterne herausgehende Jets stoßen mit hoher Geschwindigkeit gegen das umliegende Material und erzeugen sichtbare Schockfronten, die in den Daten als helle Filamente erscheinen.
Astronomen betonen, dass solche Beobachtungen wichtig sind, um zu verstehen, wie Sterne ihre Masse aufnehmen und wie ihr Feedback weitere Sternentstehung hemmen oder anregen kann. Die hochauflösenden Infrarotdaten ergänzen frühere Aufnahmen des Hubble-Teleskops und bodengestützter Observatorien.
Die weiteren Analysen werden sich auf die Bestimmung von Alter, Masse und Ausflussraten der entdeckten Objekte konzentrieren. Ziel ist es, ein dreidimensionales Modell von NGC 7129 zu erstellen und die zeitliche Entwicklung dieses Sternenkinos besser nachzuvollziehen.